Bauernendspiele Theorie

 

 

 

König und Bauer gegen König

 

Typisch ist hier der Kampf der Könige auf den Feldern rings um den Bauern herum: Die eine Seite ist bestrebt, den Bauern zur Dame zu führen, während die andere dies verhindern will. Der König kann den Vormarsch eines Bauern am besten behindern, wenn er eines der Felder vor ihm besetzt. Er kann sich auf diesem jedoch nicht ewig behaupten. Die Zugpflicht zwingt ihn zurückzuweichen, das Feld zu räumen und dem Bauern den Weg freizugeben. Dieser rückt mit Unterstützung seines Königs vor..., 21.05.2015

 

 

In einem Endspiel mit einem Springerbauern ist die Pattgefahr groß, wenn die stärkere Partei ungenau spielt.  22.05.2015

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Regel des Quadrats


Falls der eigene König vom Bauern zu weit entfernt ist, so kommt es zur Umwandlung des Bauern nur dann, wenn der gegnerische König das sogenannte Quadrat des Bauern - nämlich das Quadrat, das als Diagonale die Schräge hat, die vom Bauern zur Umwandlungsreihe geht - nicht betreten kann.Weiß am Zug gewinnt, denn wenn der weiße Bauer einen Schritt vorwärts macht, bildet er ein neues Quadrat und der schwarze König kann nicht mehr in diese Quadrat eindringen.
Schwarz am Zug macht Remis, denn der schwarze König erreicht das Quadrat und erobert den Bauern.  23.05.2015

 

 

2. Regel der Opposition


Unter Opposition versteht man die Gegenüberstellung der beiden Könige. Der König, der in dieser Stellung nicht am Zuge ist, hat die Opposition, was in der Regel für diesen König vorteilhaft ist. Neben der normalen gibt es auch eine Fernopposition, die später durch ein Beispiel beschrieben wird.  29.05.2015

 

 

3.1 Regel der kritischen Felder


Vor Freibauern gibt es drei besonders wichtige Felder, die sogenannten kritischen Felder. Die Besetzung eines dieser Felder sichert die Umwandlung des Bauern und somit den Sieg. Der Spielverlauf solcher Endspiele besteht eigentlich nur aus dem Kampf der Könige um die kritischen Felder.  30.05.2015

 

 

3.2 Regel der kritischen Felder

02.06.2015

 

 

 

 

 

 

Bauernendspiele mit materieller Überlegenheit

 

In Bauernendspielen reicht ein Mehrbauer meistens aus, um die Partie zu gewinnen. Falls noch kein Freibauer vorhanden ist, so ist es normalerweise nicht schwer, einen solchen zu bilden. Um zu verhindern, daß er einfach vormarschiert und sich in eine Dame umwandelt, muß der gegnerische König versuchen, diesen aufzuhalten. Dann läßt sich dessen damit verbundene Ablenkung gewöhnlich nutzen, um mit dem eigenen König zu den Bauern am anderen Flügel durchzubrechen und dort einen entscheidenden Materialvorteil zu erzielen.

Vor der Bildung eines Freibauern empfiehlt es sich, die Aufstellung des eigenen Königs zu verbessern, um den Vormarsch des Bauern zum Umwandlungsfeld zu unterstützen. Dieses Prinzip verdeutlicht das folgende Lehrbeispiel: 24.05.2015

 

In der Regel genügt also ein einziger Mehrbauer

zum sicheren Sieg. Echte Schwierigkeiten kann es nur bei zwei gegen einen Bauern geben. Beim folgenden Beispiel lernen wir auch die wichtige Methode des Dreieckverfahrens kennen - ein Manöver des Königs mit dem Ziel, die Zugpflicht auf den Gegner zu übertragen:

25.05.2015

 

 

Bauernendspiele mit positioneller Überlegenheit

Die Besonderheiten der Bauernstruktur, der Vorrat an Tempi (um den Gegner in Zugzwang zu bringen) und die Aufstellung der Könige sind die hauptsächlichen Faktoren, die die Stellungsbeurteilung und die beiderseitigen Pläne in einem Bauernendspiel bestimmen. Ein entfernter Freibauer oder die Möglichkeit, einen solchen zu bilden, stellt in einem Bauernendspiel in der Regel ein entscheidendes positionelles Übergewicht dar. Der Gewinnplan besteht darin, den König des Gegners durch den Vorstoß dieses Bauern abzulenken und mit dem eigenen König ins feindliche Lager einzubrechen: 26.05.2015

 

 

Das nächste Beispiel ist unter dem Gesichtspunkt eines aktiven Königs mit Beachtung der Fernopposition zu betrachten: 27.05.2015

 

 

 

 

 

 

 

Auch die Beweglichkeit der Bauern ist von Bedeutung. Es nützt nichts, wenn eine Seite eine Majorität hat, diese aber blockiert ist: 28.05.2015

 

 

 

 

 

 

 

Welche enorme Bedeutung gedeckte Freibauern gerade im Bauernendspiel haben können, zeigt uns das nächste Beispiel musterhaft: 31.05.2015

 

 

 

 

 

 

 

Einen weiteren Vorteil stellt das Vorhandensein von Reservetempi dar. Es folgt eine Stellung, in der dieses Charakteristikum die Strategie des Spiels bestimmt: 01.06.2015