Fernschach ist eine wichtige Trainingsmethode der Schachschule Pirs

 

 

Das größte Problem des Schachtrainers ist in erster Linie das Schüler mit viel Enthusiasmus die Theorie des Schachspiels erforschen aber leider auf dem falschen Weg. Die Schüler lernen  wie in der richtigen Schule viel „auswendig“, was  nicht den erwünschten Erfolg bringt. Im Nahschach ist es notwendig in einer begrenzten Zeit gespeicherte Informationen zur Stellung während einer Schachpartie abzurufen. Auswendig lernen bringt kein Verständnis für Positionen und schon bei den kleinsten Abweichungen des Erlernten verlieren die Schüler den roten Faden. Die Zeit läuft  und die Nervosität steigt, das verhindert die letzte Hoffnung um eine Partie erfolgreich zu beenden.

 

 

 Dieses Problem habe ich durch die Einführung des Fernschach im Training gelöst. Dadurch entsteht kein „trockenes-auswendig“ Lernen  sondern  motiviertes systematisches Forschen von Eröffnungstheorien, Mittelspieltheorien mit dem Übergang in Endspiele und auch reine Endspieltheorie.

 

Zum Unterschied zu Nahschachpartien, in denen sich der Spieler auf seine Phantasie und die Fähigkeit vom Variantenrechnen verlassen muss, kann er im Fernschach in 3-5 Tagen die Stellung auf dem Schachbrett analysieren, Schachliteratur zur Hilfe nehmen , Basiswisssen ansehen und den ausgewählten Zug zusätzlich mit einer Engine überprüfen. Es ist genug Zeit noch die unbedeutensten Möglichkeiten oder Ideen heranzuziehen.

 

 

  1. Eröffnungstheorie

 

Der Schüler erforscht im Fernschach sein Eröffnungsrepertoire selbständig. Das vergößert das Interesse und die Qualität der Eröffnungsforschung, besonders aber bestehen hier Möglichkeiten neue Ideen im Wettkampf zu überprüfen. Aufgrund des langwierigen, dynamsichen Studiums fangen die Schüler an zu verstehen, dass mehrere strategische Elemente wichtig sind (Bauernstrukturen, die Rolle der Figuren bei bestimmten Baunernstrukturen…) Die wichtigste Erkenntnis aus dem Training ist , dass sich die Schüler die Frage stellen warum ist das so und warum ist das wichtig in dieser Stellung.

Dadurch dass das Verständnis für eine Position wächst, ist es auch nicht dramatisch wenn  in einer Nahpartie der Gegner die vorbereitet Variante verändert. Die Schüler fragen sich warum  der Gegner einen schlechteren Zug gezogen hat und sie wissen es ist notwendig einen Weg zu finden um diesen Zug zu widerlegen.

 

      2, Mittelspiel

 

Im Mittelspiel ist es wichtig die Rolle der strategischen und taktischen Elemente zu erkennen. Am schwierigsten ist es die Schwächen und Stärken des gegnerischen Lagers wahrzunehmen. Hier ist der menschliche Verstand  gefragt, weil auch dies beste Engine nicht in der Lage ist die langfristigen Schwächen zu vorherzusehen  und einen Vorteilsplan zu erstellen. Sehr oft passiert es bei Fernschachanalysen, dass die Engine die Stärke eines ausgeführten Zuges erkennt und dann die Bewertung der Stellung zu unseren Gunsten ändert.

Wir müssen wissen, dass das Training von taktischem und strategischem Basiswissen unser Schachverständnis verbessert. Ebenso wird die Fähigkeit eine Stellung besser zu beurteilen entwickelt.

 

      3. Endspiel

 

 

Das Training der Endspiele beginnt beim Mittelspiel, dort müssen wir uns entscheiden welches Endspiel die besten Möglichkeiten für den Erfolg hat. Für diese Entscheidungen benötigen wir Basiswissen, dass nur durch die systematische Erforschung von Basisendspielen zu erlernen ist. Die Schüler der Schachschule Pirs müssen ca. 200 Basisendspiele erlernen , von denen sie dann die komplizierteren Endspiele ableiten können.

 

 

 

Fazit

 

Die Regeln eines modernen Schachtraining sind klar zu definieren. Die Ziele werden im Training unter Wettkampfbedingungen erlernt. So steigt das Interesse für ein systematisches Training. Ein gutes Beispiel ist Hermann Bauer aus Emmendingen. Er hat bei der Teilnahme am ersten Jugendweltpokal(ICCF), seine Qualifikationsgruppe gewonnen, mit 8 Punkten aus 10 Partien.  Die Entscheidung am Turnier teilzunehmen war nicht der Sieg des Turniers sondern die Durchführung des systematischen Schachtrainings wie oben erläutert.