Thema 22. Beurteilung vor der Zugsuche

 

 

Nachdem die beiden vorhergehenden Einheiten die zusammenfassende Stellungsbeurteilung nach dem Zug des Gegners zum Thema hatten, folgt im Anschluss daran, abschließend mit dieser Videoeinheit, die allgemeine Beurteilung vor Beginn der Zugsuche.

 

Mit dieser dritten Videoeinheit hat der interessierte Schachfreund alle grundlegenden Inhalte zur Anwendung der B- Methode für eine vollständige Zugbeurteilung an der Hand.

 

Stellt sich die Frage, warum gerade jetzt und nicht vor den Themen Phase I+II?

 

Die Antwort steckt im Detail!

Durch die Analyse der Stellung mittels Phase I als Anfänger der B- Methode bzw. Phase II erhalte ich alle notwendigen Details um im Anschluss daran meinen Zugkandidaten einfacher zu finden.

Hierbei dient mir zur weiteren Unterstützung das Beurteilungsschema vor dem Zug, da bereits alle Fakten und Auswirkungen des Zuges meines Gegners beurteilt sind.

Ich brauche nur noch allgemeine Fakten zu ermitteln, um daraus meine Schlussfolgerung für einen Zugkandidaten ziehen zu können.

Genau diese ermöglicht mir das Beurteilungsschema vor dem Zug.

 

Welches sind nun die Unterschiede?

Es gibt keine Beurteilung in der 3. Reihe, da es keine Auswirkungen eines Zuges zu beurteilen gibt. Weiterhin kann keine Wirkung eines Zuges beurteilt werden, Punkt 2.6.

 

Ein weiterer großer Unterschied besteht darin, dass es in dieser Beurteilung um eine Bestandsaufnahme geht. Aus diesem Grunde werden die einzelnen Punkte der Reihe 1 und 2 unter einem anderen Gesichtspunkt betrachtet, was eine etwas andere Notation zur Folge hat.

 

Diese kleinen aber feinen Unterschiede werden in bekannter Art und Weise im anfänglichen Theorieteil durch ICCF-GM Pirs erläutert, im Praxisbeispiel nochmals demonstriert.

Es werden Feinheiten erklärt deren Wichtigkeit nicht unterschätzt werden sollten.

Wie gewohnt empfiehlt es sich das Dokument der Datenbank gleichzeitig mit dem Video zum besseren Verständnis zu bearbeiten.

 

Mit diesem Video ist die Grundreihe Beurteilung einer Stellung mittels B- Methode abgeschlossen.

 

Dem interessierten Schachspieler steht somit eine fundierte Methode zur Verfügung seine Analyse immer nach einem gleichbleibenden Schema systematisch durchzuführen.

Somit erschließt sich die Möglichkeit mit zunehmender Übung hochwertige Analysen zu erhalten.

Dies macht sich dann bemerkbar z.B. in Zeitersparnis oder einer verbesserten Analyse, wenn sich eine Stellung oder ein Stellungstyp bereits im Fundus der beurteilten Stellungen befindet.

 

 

Für mich hat die Methode ein besseres Stellungsverständnis sowie präzisere Erfassung der Sachlage gebracht.

Zugegeben das Erlernen benötigt Geduld und Zeit. Eine Investition die sich auf alle Fälle für mich gelohnt hat.

 

Mit diesen Worten beende ich meine diesjährig letzte Rezension.

 

Ich wünsche allen Lesern und Abonnenten besinnliche Feiertage, einen guten Start in das Jahr 2019, Gesundheit und weiterhin viel Freude an unserem gemeinsamen Hobby.

 

Mit besten Grüßen

S.Kietzmann