Rezension von Swen Kietzmann 03.06 2019

 

Die Kunst die Dame zu tauschen

 

ein weiteres und sehr wichtiges Element, welches dem Schachspieler bekannt sein sollte,

ist die Kunst des Damentausch.

Der Damentausch ist ein strategisches Mittel zur Gewinnung wichtiger Punkte und sollte daher besonnen in Augenschein genommen werden.

Dies gilt sowohl für die anbietende, als auch für die zu entscheidende Seite.

 

Dieser Thematik widmet sich ICCF-GM Pirs in dieser Unterrichtseinheit.

 

In den insgesamt 10 Beispielen werden viele Konzepte und Ideen vorgestellt.

 

Anhand dieser Beispiele wird unter anderem herausgearbeitet, dass ein Damentausch ein wichtiges strategisches Element sein kann, ein Endspiel einzuleiten; ein weiteres Motiv stellt ein Bauernopfer mit nachfolgenden Damentausch dar, um anschließend als erhaltene materielle Kompensation einen starken Königsangriff zu haben!

 

Viel Wert wird auf eine gute Vorbereitung gelegt ein Angebot zu machen, oder dieses nach eingehender Prüfung zu vermeiden.

 

Es gilt wieder alle grundlegenden Elemente wie Bauernstruktur, Beweglichkeit der Spielsteine und Voraussetzungen für „ein glückliches Endspiel“ in Betracht zu ziehen.

Nebenbei gibt es gleichfalls wieder vertiefende Einblicke bezüglich notwendiger Züge.

Beispiel 5 demonstriert unter Anderem in sehr interessanter Art und Weise eine Vorgehensweise den eigenen Springer auf ein weitaus aktiveres Feld zu manövrieren.

 

ICCF-GM Pirs betont immer wieder die Notwendigkeit mit Bildern zu arbeiten.

Diese dienen dem Zwecke typische Merkmale einer Stellung zu identifizieren.

Dies hat dann zur Folge, dass sich aus dem Erkennen eines Bildes ohne große Mühe eine Stellung erschließt.

Zu diesem Bild sollte der Schachspieler natürlich die entsprechenden Stellungseigenheiten als auch die Stellungsbehandlung kennen.

Eine nicht zu unterschätzende Fähigkeit einer Partie die entscheidende Richtung zu geben.

 

Beispiel 4 ist solch eine Stellung, notwendiges Wissen wird prompt geliefert.

 

Hier möchte ich gleichfalls noch auf den Unterschied Fern- und Nahschach eingehen, den ICCF-GM Pirs in dieser Einheit mehrmals hervorhebt.

Der Fernschachspieler „braucht sich nur“ an gespeicherte Bilder erinnern, er kann alles in Ruhe nachschlagen, ein Nahschachspieler kann dies während einer Partie nicht, die Uhr tickt erbarmungslos, er braucht sein gesamtes Wissen im Kopf!!

 

Als letztes Beispiel möchte ich noch das 7. erwähnen, wie aus dem scheinbaren Nichts heraus ein Angebot zum Damentausch weitreichende Konsequenzen heraufbeschwören kann. Einfach nur ansehen und genießen :-).

 

Inhaltlich gibt es wieder viel wissenswertes zum Thema. Neben der Vorstellung der Behandlung theoretischer Stellungen gibt es wieder viele zum Verständnis vertiefende Kommentare. Insbesondere die taktischen und strategischen Ideen sollten dies ermöglichen.

Alle im Video vorgestellten Beispiele sind in der mitgelieferten Datenbank eingehend kommentiert.

 

Um die 34. Minute gibt es ein tolles Statement zum Damentausch, der vieles erklärt :-)

 

In Verbindung mit den Bildern des Videos, eine gute Möglichkeit diese im Kopf zu behalten, oder aber….sich zu merken, wo kann ich Infos dazu finden.

Beispiel 9, Schlupfloch für den König, Weiß kann mit seinem Angriff nicht Matt setzen!

 

Dies war eine tiefgreifende Einheit die viel Einsicht rund um den Damentausch liefert.

Mit jeder Einheit vervollständigt sich das schachliche Basiswissen zu einer runden Sache.

 

In diesem Sinne bis zur nächsten Sitzung

S.Kietzmann