Zum Zentrum hin schlagen „Faustregel“

 

 

Die Reihe Basiswissen für Nah- und Fernschachspieler wird in diesem Jahr fortgesetzt.

Es werden für das Schachwissen vertiefende Themen dargeboten die zusammen ein solides und fundiertes Schachwissen vermitteln.

 

Dieses Grundlagenwissen ist besonders wichtig für das Fernschachspiel und dem damit verbundenen Einsatz der heutigen Engines.

 

Obwohl diese mittlerweile sehr spielstark sind, sind es im Grunde genommen immer noch Rechenprogramme.

Feinheiten, wie sie z.B. heute zur Sprache kommen, sind leider, wenn vorhanden, nur ansatzweise implementiert.

Oft stellt sich während der späten Eröffnungsphase oder im Mittelspiel die Frage mit welchem Bauern schlage ich einen von mir geschlagenen Stein zurück.

Die allgemeine Aussage lautet zum Zentrum hin, jedoch muss dies nicht immer zwingend die richtige Vorgehensweise sein.

 

Genau diese taktisch langfristigen Entscheidungen kann eine Engine nicht treffen, also erfolgt die Zugwahl nach vorgegebenen Parametern.

Erst wenn die Schlagrichtung innerhalb des Rechenhorizontes ist, findet die Engine die korrekte Schlagart.

Dies hat dann jedoch nichts mit Schachwissen zu tun.

Um dieses Schachwissen geht es in den folgenden Einheiten, wie kann ich ein Schachprogramm entsprechend lenken!

 

In diesem Video widmet sich ICCF- GM dem Thema Schlagrichtung mit dem Bauern: zum Zentrum oder weg davon.

 

Wie bereits erwähnt gilt die Regel in den meisten Fällen zum Zentrum schlagen.

Aber keine Regel ohne Ausnahmen!

Hier setzt das Schulungsvideo an.

 

Im Einführungsteil werden die Grundlagen vermittelt, Sonderheiten in der Eröffnungstheorie werden unter diesem Gesichtspunkt betrachtet.

Der allgemeine Theorieteil ist schnell abgearbeitet, die im einzelnen zu beachtenden Entscheidungskriterien für die Schlagrichtung wird sehr eingehend in den 7 Beispielen sowie in der beispielhaften Eröffnungsbehandlung Alapin und Sweschnikow vermittelt.

 

Anhand dieser Beispiele vermittelt ICCF- GM Pirs die Gedankengänge die im einzelnen getätigt werden sollten.

 

Die Beispiele sind sehr schön gewählt, sodass sich mittels der anleitenden Erklärungen sehr gut erfassen lässt um was es geht.

Jedes Beispiel widmet sich einem anderem Gesichtspunkt was zu einer guten Breite an Wissensvermittlung führt;

Raum, Entwicklungsmöglichkeiten der Steine, Bauerninseln usw.

 

Von besonderem Interesse sind die Kommentare zum Beispiel 7.

Hier wird herausgearbeitet warum in diesem Beispiel die Engine den korrekten Abtausch findet.

 

Beispiele und theortische Erklärungen, welche in der mitgelieferten Datenbank zu finden sind, ergänzen sich sehr toll.

 

Alles in allem eine gelungene Einheit die viel Grundwissen zum Thema mit dem Bauern schlagen, in welche Richtung schlage ich, liefert.

 

Sehr schön finde ich gleichfalls die Kommentare wenn der Regel entsprechend geschlagen wird, die Regel also Anwendung findet.

Gerade dies finde ich wichtig!

Eine stichhaltige Begründung zu haben warum eine Regel greift.

 

 

Mit diesen Worten verabschiede ich mich und bin schon auf den 21.01.2019 gespannt.

ICCF- GM Pirs versucht zu vermitteln was sich hinter dem Begriffeine harmonische Stellung“ verbirgt.

 

S.Kietzmann