Thema 04. 1.c4 . rest Teil 2 Schwarz

 

 

Eröffnungsrepertoire Schwarz

1. Sf3, 1. b3/b4, 1. f4

 

Thema dieser Einheit sind die Antworten des Schwarzen auf die Flankeneröffnugssysteme die mittels 1. b3/b4, 1. f4/Sf3 beginnen. Alle diese Züge haben die Gemeinsamkeit, dass Weiß sich nicht gleich erklärt wie er sich aufbauen möchte.

Vielmehr verfolgt er die Strategie, die die Grundlage für den Schwarzen unserer Schachschule ist, sich mittels einer nicht starr festgelegten Strategie auf das Spiel des Gegners zu antworten.

Die flexibelste Idee verbirgt sich hinter 1. Sf3, vermeidet eine e5 Bauernstrategie, gibt Weiß jedoch die Hoffnung ins Englische oder eine Form des Damenbauerspiels zu erhalten.

Er kann, nach entsprechender Antwort Schwarz d4 nachschieben, somit eine d4BS spielen, oder mittels d4/c4 in ein für ihn angenehmes System übergehen.

Desweiteren hat er die Option einen Flügelaufbau mittels Sf3, g3, Lg2, einer schwächeren aber nicht starren Figurenstrategie, Druck auf das schwarze Zentrum auszuüben.

 

Auf Grund dieser mannigfaltigen Optionen, welche sich nicht alle kontrollieren lassen, verfolgt Matjaz Pirs mittels des Zuges 1. … c5 die Idee, die Möglichkeiten des Weißen zu begrenzen, im Gegenzug das Spiel von Beginn an in die gewünschten Bahnen lenken zu können.

Oftmals kann das Spiel in Englisch oder Sizillianisch übergehen. Eröffnungen die dem empfohlenen Repertoire entsprechen und gleichfalls teilweise Bestand unseres Weißen Eröffnungswissens sind. Sollte 2. d4 folgen, wird die weiße Bauernstrategie mittels Tausch auf d4 vernichtet.

Die Züge 1. b4 und f4 erfordern jedoch einen anderen Antwortzug.

Das Konzept hinter 1. b4 e5 lautet sofortiges, aggressives Vorgehen mit Kontrolle des Zentrums unter dem Gesichtspunkt mittels Tempogewinn die Eröffnung zu planen und somit Vorteil zu erlangen.

1. f4 c5?! ist in diesem Fall nicht von Vorteil. Weiß kann mittels 2.b3 mit folgendem 3. Lb2 verhindern das Schwarz sich mittels g6, Lg7 entwickeln kann, um Kontrolle über die in diesen Systemen wichtige Diagonale g7-b2 zu erhalten.

 

Hört sich anfangs recht viel an, verfolgt jedoch ein einfaches logisches Konzept den Umfang des Repertoires nicht allzu groß werden zu lassen, es jedoch flexibel zu halten um auf unerwartete Wendungen geschickt reagieren zu können.

 

Hierzu gehören gleichfalls die Erläuterungen zur Botvinnik Bauernstruktur als auch dem Igelaufbau, eine wichtige Grundlage des Englischen. Sind diese Konzepte bekannt, besitzt der Spieler eine gute Grundlage nach diesen Prinzipien die richtigen Züge sowie Felder für seine Steine zu finden.

 

Dies alles wir in bekannter und gut verständlicher Art von ICCF-GM Pirs erläutert.

In der Datenbank befindet sich der Inhalt der Stunde sowie weiterreichende Analysen die ein Repertoire ausmachen.

 

Durchgeführt sind diese mit der für die Schachschule Pirs entwickelten Spezialengine, welche Grundlagen der B-Methode im Code implementiert hat.

Zusätzlich legt diese Lerndateien an, welche somit die Effektivität der Engine nochmals steigern können.

Lerndateien zum Eröffnungsrepertoire werden separat von ICCF-GM Pirs angelegt. Diese sind nicht Bestandteil dieser Serie, können aber zusätzlich erworben werden.

Ein tolles Paket, welches viel Rüstzeug für neue Turnier beinhaltet. Trotz allem sollte alles für ein Turnier geprüft werden um daraus neue Ideen entwickeln zu können.

 

Vor allem liegt ICCF-GM Pirs das Verständnis des gezeigten am Herzen.

 

Allerdings kann ich sagen, ist es eine recht Große Hilfe solch aufeinander abgestimmtes Material an der Hand zu haben; ist mal keine Zeit zum Fernschach, aus welchen Gründen auch immer, steht eine gute Quelle zur Zugfindung zur Verfügung!

Jedoch ist dies kein Garant für eine siegreiche Partie!

Es gilt weiterhin die eignen Kreativität zu nutzen :-).

 

In diesem Sinne bis zur nächsten Woche

S.Kietzmann