Eröffnungsrepertoire Schwarz 1. d4 f5 Teil 2

 

Die Fortsetzung Eröffnungsrepertoire befasst sich mit den klassischen Aufbauten der Holländischen Verteidigung.

 

Diese sind dadurch gekennzeichnet, dass Weiß im 2. Zug g3 spielt und im folgenden seinen weißfeldrigen Läufer auf das Feld g2 stellt.

Dieser Aufbau richtet sich gegen unserer d5FS. Der Läufer wirkt stark auf den weißen Feldern der Diagonale g2 – b7.

Weiß spielt in der Regel eine e4FS in Verbindung mit einer d4BS,

Weiterhin bietet dieser Aufbau eine starke Königssicherheit, das schwarze Spiel sollte daher langfristig weg vom König mit Übergang in ein Endspiel geplant werden.

 

Entsprechend sollte der Spieler mit den schwarzen Steinen den sofortigen Kampf um das Zentrum aufnehmen.

Dies erfolgt mittels hoher Flexibilität in der Spielplanung. Es wird der Ansatz einer doppelten Figurenstrategie gewählt, um auf die Pläne des Weißen wirkungsvoll reagieren zu können. Die stärke des Schwarzen sind die dunklen Felder!

 

Dem Schwarzen bieten sich hierfür eine Vielzahl an Optionen. Seine langfristige Planung sollte jedoch Richtung Endspiel also weg vom König sein.

Eine Idee z.B. den a Bauern mächtig werden zu lassen, welcher zur Umwandlung hin Schützenhilfe durch den schwarzfeldrigen Läufer erhält.

Besonderes Augenmerk muß jedoch auf das Zentrum gelegt werden, es ist der Dreh- und Angelpunkt des Ganzen.

 

Ferner ist es nicht unerheblich wo letztlich die schwarze Dame ihre Stellung bezieht.

Typisch sind hier unter Anderem die Felder e8 oder f7.

Feld e8 mit der Möglichkeit Richtung h5 zu wirken doch einen eventuellen Königsangriff zu forcieren oder via f7 gleichfalls Richtung d5 ins Zentrum zu wirken!

 

Im Holländischen gilt einmal mehr die Regel:

Nicht schablonenhaft spielen, solch ein Spiel birgt sehr schnell die Gefahr die Partie zu vermasseln.

 

ICCF-GM Pirs bietet zu alledem wieder ein breites Spektrum an Erklärungen. Neben der theoretischen Datei Theorie HV….gibt es eine zusätzliche Datei mit Beispielen aus der Praxis. Diese liefert weitergehende Ideen zum Verständnis.

 

Die ersten 5 Beispiel beschäftigen sich mit abweichenden Zugvarianten zur Hauptvariante.

Im Anschluss daran folgen 10 Beispiele welche sich mit den wichtigsten Fortsetzungen nach 7. Sc3 c6 ergeben.

Hier zeigt ICCF-GM Pirs wie dynamisch das ganze Holländische System ist, es nicht wirklich einfach für Weiß ist den Schwarzen Ansatz zu widerlegen!

Die Vielzahl der derzeit in der Praxis vorkommenden Züge spricht für sich.

 

Alles in Allem handelt es sich um ein sehr dynamisches, für Engines schwer zu händelndes Eröffnungssystem welches sehr gute Siegeschancen für Schwarz bietet.

 

 

Dieses Video ist eine gute Fortsetzung des ersten Teils. Beide Teile zusammen bieten sehr reichhaltiges Material, welches sehr weit führende Aspekte der Eröffnung behandelt.

 

Der Fernschachspieler findet hier eine Fülle an Ideen sein Spiel kreativ zu gestalten.

Für den Nahschachspieler bietet sich die Möglichkeit den Weißen in unsichere Gefilde zu bringen, um ein vorteilhaftes Spiel mit der Anlage für einen Sieg zu erhalten, oder sein bekanntes Eröffnungskonzept zu zerstören.

 

Mit diesen Worten und

besten Grüßen bis zum nächsten Male,

S.Kietzmann