Thema 18. 1.e4 e6 Weiss Teil 2

 

Französisch Vorstoßvariante

 

Schwerpunktthema des Videos ist die Vorstoßvariante der Französischen Verteidigung

im Sinne der B-Methode.

Das wirklich Interessante an dieser Variante ist, dass sie sich sehr konsequent mittels B-Methode erklären lässt, was die ersten drei Züge anfangs gleich verdeutlichen!

 

Weiß etabliert eine stabile d4BS,

es entsteht eine KoZ g7 in Richtung e5 mit drei Steinen

sowie zwei KoZ a7/c7 in Richtung c5 mit jeweils zwei Steinen.

Der sofortige Versuch des schwarzen den Spitzbauern auf d4

mittels c5 anzugreifen, wird mittels c3 pariert.

Dieser Zug verteidigt den Spitzbauern, gleichzeitig stärkt und

schützt er die gespielte Bauernstrategie.

Im Gegenzug baut Schwarz eine stabile d5BS auf den weißen

Feldern auf.

 

Diese Bauernstruktur bildet daher für beide Seiten das Grundgerüst für den weiteren Spielverlauf.

Allerdings sind die Karten sehr frühzeitig aufgedeckt, sodass es darauf ankommt im Sinne der Grundstruktur zu agieren, Ungenauigkeiten des schwarzen Spiels in einen eigenen Vorteil zu wandeln.

Genau hier setzen, mal von der Einleitung abgesehen, im weitesten Sinne die Erklärungen von ICCF-GM Pirs an.

Im einleitenden Teil wird verdeutlicht warum Alternative Züge, die gleichfalls gute Antwortzüge sein können, nicht der Denkmethode der B-Methode entsprechen.

Nach Betrachtung der Einleitung ist das Fundament zum Verständnis einen Vorstoß zu spielen verdeutlicht!

Vertiefende Grundlagen werden im anschließend folgenden Abschnitt erläutert!

Hier geht ICCF-GM Pirs intensiver auf die Eröffnungsanlage im Sinne der B-Methode ein,

wann ggf. sogar ein Strategiewechsel mit Spiel auf den weißen Steinen von Nöten ist.

 

In den weiteren Kapiteln werden die entscheidenden „Schnittstellen“, ich möchte sie markante Züge im Sinne der Strategie nennen, vorgestellt.

Hierbei handelt es sich wie bereits erwähnt um 4. c3, 6. a3 sowie 8. Le2 der Hauptvariante.

Im letzten Kapitel wird ein weiteres Beispiel vorgestellt, welches nicht im Sinne der B-Methode funktioniert.

Ich möchte an dieser Stelle hervorheben, dass all die hier vorgestellten Ideen nicht verpflichtend sind, im Rahmen der B-Methode jedoch eine optimale Wahl darstellen.

Letztlich liegt es an der eigenen Kreativität seine Partie anzulegen.

Hierbei kommt zum tragen, welche Art Partie ich vorbereite. Eine Nahschachpartie unterliegt anderen Gesetzmäßigkeiten als eine Fernschachpartie.

Dieses hebt ICCF-GM mehrmals hervor, um den Sachverhalt seiner erläuterten Varianten besser zu verstehen. (25.-28. Minute)

 

Neben der Vorstellung eines soliden Eröffnungsaufbaus der Französischen Verteidigung wird in dem Video sehr viel angewandte Praxis zur B-Methode vermittelt.

Anfängern, die sich mit dieser Denktechnik auseinandersetzen, kann ich diese Stunde nur wärmstens empfehlen.

Es werden Grundlagen in gut verständlicher Form dargestellt. Die gezeigten Beispiele verfolgen konsequent die Pläne der anfangs ins Auge gefassten Strategien.

Der Anfänger wird nicht gleich mit zu vielen Abwägungen hinsichtlich Überprüfung der gespielten Strategie überfordert.

Anhand dieser Beispiele kann die Logik der Denkmethode bis hin zum Endspiel in seinen Grundgedanken vollzogen werden!!

 

Eine letzte Anmerkung meinerseits!

Das vorliegende Begleitmaterial ist nicht mit der im Video vorgestellten Partie identisch.

Alle Punkte werden jedoch in den Beispielpartien abgebildet.

 

Daher meine Empfehlung:

Erst Video zum Grundverständnis bearbeiten, anschließend Datenbankmaterial sichten und mit Video bearbeiten.

 

Eine tolle Stunde, die neben der Eröffnungstheorie grundlegende Ideen der B-Methode vermittelt. Sie war kurzweilig und sehr interessant.

 

Bis zur nächsten Einheit mit besten Grüßen

S.Kietzmann